Flamenco-Wörterbuch: R - Z

Flamenco-Wörterbuch: R - Z

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R

Rasgueo – Das Schrammen oder Schrappen der Finger des Gitarristen über die Gitarrenseite.

 

S

Sacromonte – Eine Ortschaft in Granada, die bekannt ist für ihre Flamenco-Aufführungen in Zigeunerhöhlen.

 

Saeta – bezeichnet ein traditionelles katholisches Lied aus Spanien, das vorwiegend in der Heiligen Woche vor Ostern, der Semana Santa, erklingt. Sie wird A-cappella oder als Serenade zum Antlitz der Jungfrau Maria oder Jesus Christus gesungen. Dieser passionierte Gesangsstil ist möglicherweise von arabischen und hebräischen Stilrichtungen beeinflusst, besitzt er doch einige bezeichnende Ähnlichkeiten zum Gesang des traditionellen Aufrufs zum Gebet in der muslimischen Welt. Die Saeta ist ein leidenschaftlicher Ausdruck religiöser Hingabe.

 

Sevillanas – lassen sich vom traditionellen spanischen Volkslied und -tanz ableiten und sind im Laufe der Zeit in Südspanien entstanden. Diese Musik- und Tanzrichtung ist besonders beliebt während der Feria de Abril, einem international bekannten Frühlingsfest in Sevilla, aber auch auf verschiedenen Volksfesten in anderen Teilen Andalusiens. Sevillanas zeichnen sich durch ihren festlichen, optimistischen Charakter aus, der typisch ist für lokale Volksfeste, auf denen eine ausgelassene Feststimmung stets höchste Priorität hat.

 

Siguiriya – ist einer der wichtigsten Musikstile des Flamenco. Sie gehört zum Genre des cante jondo und zeichnet sich durch ihre tief empfundene, feierliche Liedform aus. Die Siguiriya bildet heute gemeinsam mit der Soleá zwei der wichtigsten Flamencostile. Viele der traditionellsten und populärsten Flamencolieder kommen aus diesen beiden Stilrichtungen.

 

Soleá – Die Soleá (Plural Soleares) stammt aus Südspanien. Dieser beliebte Flamencostil erfordert einen begabten Sänger, der von einem Sologitarristen begleitet wird. Der Liedtext ist durchzogen von persönlicher Seelenqual und Leidenschaft, die der Sänger bemüht ist, durch die Melodie, eine abwechselnd starke oder trällernde Stimme und einen möglichst feierlichen Gesichtsausdruck zu vermitteln. Die Soleá besitzt diverse Sub-Stile, die Verbindungen zu verschiedenen spanischen Städten und Gemeinden aufweisen und entsprechend als "Soleares de..." (Soleares aus...) Triana (Sevilla), Cadiz, Jerez, Utrera, Alcalá oder Lebrija (Provinz Sevilla) etc. bezeichnet werden. Jede dieser Soleares besitzt unterschiedliche regionale Spielarten.

 

T

Tablao – Moderne Form der Cafés Cantantes; ein Veranstaltungsort, der sich ausschließlich Flamenco-Live-Shows widmet. 

 

Tacón – der Schuhabsatz

 

Taconeo – bezeichnet die schnelle, rhythmische Beinarbeit des Flamenco-Tänzers, die eine erstaunliche Geschwindigkeit erreichen kann. Gut ausgeführt, ist sie somit das Markenzeichen eines erstklassigen Tänzers.

 

Tocaora / Tocaor – die Flamenco-Gitarristin, der Flamenco-Gitarrist

 

Toque – das Flamenco-Gitarrenspiel

 

Tonás – werden als eine der ältesten Flamenco-Liedformen betrachtet. Dieser A-cappella-Gesang (nur Stimme) lebte in den 1950er Jahren wieder auf und hat sich bis heute als ein gängiger Gesangsstil bewährt.

 

Traje – Das Flamenco-Kleid, auch als “traje flamenco” bezeichnet.

 

V

Verdiales – sind eine Variante des Fandango. Der Musikstil kommt aus Almogía in der Nähe von Malaga.

Villancicos – sind die Bezeichnung für spanische Weihnachtslieder, die sich dem Anschein nach auf den Flamenco beziehen. Dennoch haben Musik und Gesang ihre Ursprünge in der spanischen Volksmusik.

 

Z

Zapato – der Schuh